Warum wir weiterhin vor dem „neuen Outlook“ warnen müssen
Das Thema „New Outlook“ bleibt in der IT-Welt ein heiß diskutiertes Thema – und leider kein unproblematisches. Bereits in unserem vergangenen Newsletter haben wir Sie darauf hingewiesen, dass die neue Version von Microsoft die essenzielle MAPI-Schnittstelle nicht mehr unterstützt.
Da uns jedoch vermehrt Rückfragen erreichen und Microsoft den Umstieg immer offensiver bewirbt, möchten wir heute noch einmal verdeutlichen, warum dies für Ihre tägliche Arbeit mit unserer Warenwirtschaft so kritisch ist.
MAPI-Schnittstelle: Das Herzstück Ihrer Workflow-Automation
Wie bereits erwähnt, ist das „neue Outlook“ technisch gesehen eine Web-App. Das Problem: Diese Architektur kappt die Verbindung zu externen Programmen.
Für Sie bedeutet das konkret:
Der automatisierte Versand von Angeboten, Rechnungen oder allen weiteren Belegen direkt aus ORLANDO Warenwirtschaft heraus funktioniert nur mit der klassischen Desktop-Version. Da das neue Outlook nicht MAPI-fähig ist, kann unsere Software keine E-Mails mehr an Ihr Postfach übergeben. Ein Bruch in Ihren digitalen Prozessen wäre die Folge.
Sicherheit und Fristen
Neben der fehlenden Schnittstelle gibt es weitere Gründe zur Vorsicht:
- Datenschutz: Experten mahnen weiterhin zur Vorsicht, da Zugangsdaten und Mail-Inhalte teils über Microsoft-Server in die Cloud synchronisiert werden.
- Zeitplan: Microsoft hat den Support für das klassische Outlook glücklicherweise bis mindestens 2029 zugesichert. Es besteht also absolut kein Grund zur Eile.
Massive Einschränkungen in der IT-Verwaltung und Sicherheit
Über die rein technischen Schnittstellen-Probleme hinaus stellt das „neue Outlook“ IT-Abteilungen und Systemadministratoren vor erhebliche Herausforderungen. In professionellen Firmenumgebungen ist eine zentrale Steuerung der IT-Infrastruktur unerlässlich – genau hier versagt die neue Applikation derzeit:
- Mangelhafte zentrale Verwaltung: Im Gegensatz zur klassischen Desktop-Version lässt sich das neue Outlook kaum bis gar nicht über bewährte Methoden wie Gruppenrichtlinien (GPO) oder lokale Konfigurationsdateien steuern. IT-Betreuer verlieren dadurch die Kontrolle über standardisierte Einstellungen im gesamten Unternehmen.
- Aushebelung von Sicherheitsmaßnahmen: Viele von Administratoren gesetzte Sicherheitsregeln und Richtlinien für den Ressourcenzugriff greifen in der neuen Architektur nicht mehr zuverlässig. Dies kann dazu führen, dass mühsam aufgebaute Sicherheitskonzepte – etwa zur Vermeidung von Datenabfluss oder zur Steuerung von Zugriffsrechten – wirkungslos werden.
- Unkontrollierte Schatten-IT: Da das neue Outlook als Web-App (WebView2) konzipiert ist, verhält es sich in vielen Belangen eher wie ein Browser als wie eine kontrollierte Unternehmenssoftware. Dies erschwert die Überwachung und Absicherung der Endgeräte massiv.
Unsere Empfehlung: Bleiben Sie beim Bewährten
Wir empfehlen Ihnen dringend, bei der klassischen Outlook-Anwendung zu bleiben, um die volle Funktionalität von ORLANDO Warenwirtschaft und die Sicherheit Ihrer Netzwerktechnik zu gewährleisten.
Falls bereits jemand den Umstieg versehentlich eingeleitet hat, unterstützt Sie Ihr EDV-Betreuer, das klassische Outlook wieder als Standard zu fixieren oder die Umstellung netzwerkweit per Gruppenrichtlinie zu sperren.
Quellen:
IT-Welt.at – 14.04.2026: https://itwelt.at/news/eu-kommission-in-der-kritik-rechtswidrige-verwendung-von-microsoft-365/
Microsoft-Support – 14.04.2026: https://support.microsoft.com/de-de/office/featurevergleich-zwischen-neuem-outlook-und-klassischem-outlook-de453583-1e76-48bf-975a-2e9cd2ee16dd


